BIOGRAPHIE

Die schweizer Sopranistin Marysol Schalit begann gleich nach dem Abitur ihr Gesangsstudium an der Hochschule der Künste in Biel/Bern bei Marianne Kohler. Sie schloss dieses 2007 mit dem Konzertdiplom für Lied und Oratorium mit Auszeichnung, 2009 mit dem Solisten- und Operndiplom, ebenfalls mit Auszeichnung ab. Sie besuchte Meisterkurse bei Krisztina Làki, Cornelia Kallisch, Heidi Brunner, Jadwiga Rappé, Yonne Naef, Margreet Honig und Gérard Wyss und erhielt weitere Impulse von Noëmi Nadelmann. Derzeit wird sie von Heidi Brunner betreut.

Bereits während ihrer Ausbildung und auch in jüngster Vergangenheit, wurde sie mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: Fridel-Wald-Stiftung 2006, Kiefer Hablitzel-Hadwig Collard-Scherer Stiftung 2008/2010, 2. Preis am József-Simándy-Gesangswettbewerb im ungarischen Szeged 2008, Migros-Kulturprozent- Studienpreise 2008/2010 mit zusätzlicher Anerkennung als Migros-Kulturprozent-Solistin, Preisträgerin am Anneliese-Rothenberger-Wettbewerb auf der Insel Mainau 2009 und jüngst auch beim internationalen Gesangswettbewerb Oper Schloss Hallwyl 2017.
Weiter wurde sie mit dem Bremer Publikumspreis „Silberner Roland“ für die Partien der Gretel, Simplicius und Gilda in der Spielzeit 2016/2017 ausgezeichnet.

Ebenfalls auch schon während ihrer Ausbildung gastierte Marysol Schalit mit Partien in Opern von Britten (The turn of the screw) und Gluck (Orphée et Euridice) sowie Operetten von Offenbach (La Perichole) und Lehár (Der Graf von Luxemburg) am Stadttheater Biel-Solothurn. Im Rahmen der Biennale Bern sang sie 2008 erstmals die Partie der Despina in Mozarts Cosi fan tutte.

Seit der Spielzeit 2010/11 ist Marysol Schalit Ensemblemitglied am Theater Bremen und war seither u.a. als Hannchen in Der Vetter aus Dingsda, Zerlina in Don Giovanni, Ilia in Idomeneo, Pamina in Die Zauberflöte, Miss Jessel in Brittens The turn of the screw, Despina, Ännchen in Der Freischütz, Musetta in La Bohème, Jenny Hill in Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, als Anne Frank in Grigori Frids Monodrama Das Tagebuch der Anne Frank, als Susanna in Mozarts Figaro, als Adina in Donizettis L’elisir d’amore, Sophie in Werther, Gretel in Hänsel und Gretel, als Simplicius in Simplicius Simplicissimus von Hartmann und als Gilda in Rigoletto zu hören und zu sehen.

Gastengagements führten sie 2017 als Musica/Speranza/Ninfa in Orfeo von Monteverdi ans Teatro in Bilbao, weiter sang sie die Gretel an der Opèra national de Lorraine in Nancy und wurde als Pamina und 2019 als Angelica in Orlando von Händel ans Theater Osnabrück geholt.

 Am Theater Bremen sang sie 2018/19 die Adele in der Fledermaus, in der Wiederaufnahme den Simplicius Simplicissimus, Anne Truelove in the Rake`s Progress, Marzelline in Fidelio und machte ihr Debut als Lulu in Lulu von A. Berg“.

Weiter gastierte sie im Sommer 2019 als Adele in der Schweiz mit „argovia philharminic“ unter der Leitung von Tobias Engeli, in der Regie von Robert-Hungerbühler und debutiert in Bremen 2019/20 in der Titelpartie in Alcina von Händel, als Nanetta in Falstaff von Verdi und singt die Adina in der Wiederaufnahme L`elisir d`amore.

Darüber hinaus führen Marysol Schalit regelmäßig Konzerte in die Schweiz, nach Europa und 2019 auch nach China: einige Highlights waren eine Konzerttournee mit dem Budapest Festival Orchestra unter Ivan Fischer, anschließend eine halbszenische Fledermausproduktion mit der Philharmonie Baden-Baden im Rahmen der Post Finance Classics Tournee unter der Leitung von Thomas RösnerBeethovens Egmont mit dem Orchestre de Lausanne unter Bertrand de Billy, die c- moll Messe in Bern mit dem Berner Symphonierchester unter Laurent Gendre, Mahlers 4. Symphonie im Musikverein in Wien mit dem Tonkünstler Orchester unter der Leitung von Lorenzo Viotti und 2019/20 Brahms Requiem an der Opéra national de Lorraine Nancy unter der Leitung von Domingo Hindoyan, Elias von Mendelssohn im Casino Bern mit dem Berner Bach Chor, der Camerata Schweiz und dirigiert von Lena-Lisa Wüstendörfer, Die Schöpfung von Haydn im KKL Luzern unter der Leitung von Moana Labbate und das New Years Concert in Macao mit dem Macao Orchestra unter Thomas Rösner.

Ihr Repertoire ist gleichfalls weitgespannt: von Bach, Vivaldi, Händel, Haydn, Mozart, Schubert über Brahms, Gounod, Orff und Dvorak, Menotti bis hin zur Gegenwart eines Franz Tischhauser, John Rutter, James Whitbourn und sie gibt regelmäßig Liederabende in der Schweiz wie auch in Deutschland.

©Esther Haase